Die 1-Zentimeter-Regel: Wann keimende Kartoffeln wirklich gefährlich werden
Die 1-Zentimeter-Regel: Wann keimende Kartoffeln wirklich gefährlich werden
Einleitung
Kartoffeln mit Trieben – kommt euch das bekannt vor? Die Kartoffeln sollen die perfekte Beilage für eine Mahlzeit werden – und kurz vor dem Kochen fällt auf, dass die Knollen Triebe gebildet haben. Was nun? Ist nun Einfallsreichtum in Sachen kreativer Beilagen gefragt? Oder kann man keimende Kartoffeln noch essen? Wir klären auf!
Beim Keimen bildet sich in der Knolle ein schwach giftiger Stoff namens Solanin – und diesen sollte man tatsächlich besser meiden. Das bedeutet allerdings auch längst nicht, dass man die keimenden Kartoffeln sofort entsorgen muss. Wichtig ist, dass die Keime maximal 1 cm lang sind, denn nur dann ist der Anteil an Solanin noch unbedenklich.
Solanin ist ein bitter schmeckender Stoff, der Pflanzen wie Kartoffeln und Tomaten (beides Nachtschattengewächse) vor Fressfeinden schützt. Er findet sich in der Schale, den Keimen und manchmal in grün verfärbten Stellen. Besonders Knollen, die durch Frost oder Druck beschädigt wurden, weisen eine erhöhte Solaninkonzentration auf.
Zutaten
- Kartoffeln
- Wasser
- Salz
Zubereitung
- Schneidet die keimenden Stellen und Triebe großzügig aus der Knolle, dann könnt ihr sie weiter verarbeiten.
- Auch grüne Stellen sollten herausgeschnitten werden.
- Keimende Kartoffeln einfach nur kochen, reicht nicht aus, um auf Nummer Sicher zu gehen.
- Solanin ist ein zäher Gegner und übersteht Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius problemlos.
- Die Sicherheit entsteht allein dadurch, dass betroffene Stellen großzügig vor dem Kochen herausgeschnitten wurden.
Tipps und Variationen
Manche verwenden das Kochwasser der Kartoffeln im Anschluss gerne für Soßen und Co. Auch, wenn ihr die betroffenen Stellen herausgeschnitten habt, solltet ihr darauf verzichten, das Kochwasser zu verwenden.
In der verbliebenen Knolle befindet sich immer noch ein kleiner Anteil an Solanin. Solanin ist wasserlöslich. Beim Kochen tritt ein Teil dieses Giftstoffs aus der Kartoffel in das Wasser über.
Häufig gestellte Fragen
Wann sollten keimende Kartoffeln in den Müll?
Sind die Keime länger als 1 cm, ist Vorsicht geboten! Eine zu hohe Konzentration an Solanin kann beim Verzehr zu gereizten Schleimhäuten, Bauchschmerzen, Durchfall und sogar zu Erbrechen führen.
Wie kann ich keimende Kartoffeln vermeiden?
Ihr habt immer mal wieder mit keimenden Kartoffeln zu kämpfen? Durch die richtige Lagerung lässt sich der Prozess hinauszögern. Lagert die Kartoffeln trocken, dunkel und kühl – idealerweise bei 3 bis 5 Grad Celsius.
Was ist Solanin?
Solanin ist ein bitter schmeckender Stoff, der Pflanzen wie Kartoffeln und Tomaten (beides Nachtschattengewächse) vor Fressfeinden schützt. Er findet sich in der Schale, den Keimen und manchmal in grün verfärbten Stellen.
Kartoffeln mit Keimen
Zutaten
- Kartoffeln
- Wasser
- Salz
Zubereitung
- Schneidet die keimenden Stellen und Triebe großzügig aus der Knolle
- Schneidet auch grüne Stellen heraus
- Kocht die Kartoffeln nach dem Entfernen der keimenden Stellen